Flüchtlingswelle in den Medien- wie wurde bzw. wird über die Flüchtlinge berichtet?

Die Hetze gegen Asylsuchende hat mit Beginn der starken Fluchtbewegung nach Österreich im vergangenen Jahr stark zugenommen. Man findet dazu viele Beispiele im Internet und auf Plattformen sozialer Medien.

Die Anzahl der Hasskommentare hat in letzter Zeit stark zugenommen. In der Öffentlichkeit, Fußballstadien, beim Spaziergang oder der U-Bahn, ist „Rassismus alles andere als eine Randerscheinung” (http://www.heute.at/digital/multimedia/Hass-im-Netz-gegen-Fluechtlinge-auf-Rekord-Hoch;art73472,1269156).

Zwei Drittel der registrierten Meldungen im Internet befassen sich mit der aktuellen Flüchtlingsthematik und sind zum Großteil sehr negativ. Es wurden Falschaussagen über Sozialleistungen gepostet, die Neid gegenüber Flüchtlinge anstacheln oder „ein bedrohliches Bild der „Fremden“ zeichnen sollten”. Man hat sich die Verunsicherung, Angst und Ablehnung gegenüber Geflüchteten gebildet.

In der online Ausgabe von “derStandard.at” wurde veröffentlicht, dass der Rassismus in Österreich ein neues Level erreicht hat. In 2014 waren knapp 800 einschlägige Fälle registriert worden und im Vorjahr waren es 927. Die meisten negative Kommentare spielten sich im Onlinebereiche ab, der größte Teil über soziale Medien wie Facebook oder Google. Der Wunsch nach Wiedereröffnung von Konzentrationslagern war unter anderem ausschlaggebend dafür.

„Wir haben insgesamt in Österreich eine sinkende Kriminalitätsrate. Wir sehen hier gerade auch jetzt, angesichts von steigenden Asylantragszahlen keinerlei Erhöhung der Kriminalitätsrate. Insgesamt ist es ja so, auf Basis des Sicherheitsberichtes 2014: Der Anteil von Asylwerbern an der Gesamtkriminalität in Österreich beträgt zwei Prozent.“, so Karl-Heinz Grundböck, der Sprecher des Innenministeriums, gegenüber der „Zeit im Bild“

Grundböck weiter: „Was wir aber sehen, ist dass ein bestimmtes Feld von Kriminalität steigt. Das ist nicht die Kriminalität von Flüchtlingen, sondern die Kriminalität gegen Flüchtlinge.”

Die Höhe der Unterstützungsleistungen hängt einerseits vom Asylstatus des Flüchtlings und andererseits vom Bundesland ab, in dem um eine Leistung angesucht wird.

Ein einzelner Flüchtling bekommt monatlich 150 Euro Mietzuschuss, 200 Euro Verpflegungszuschuss und ca. 350 Euro jährlich für Bekleidung und Schulbedarf.
Eine geflüchtete Familie bekommt monatlich 300 Euro Mietzuschuss, 200 Euro Verpflegungszuschuss pro Erwachsener und pro Kind 90 Euro. Der Zuschuss für Bekleidung und Schulbedarf beläuft sich auf ca. 350 Euro jährlich.

„Asylberechtigte haben vollen Zugang zum österreichischen Arbeitsmarkt und erhalten dieselben Sozialleistungen wie Österreicher. Gerade in der Anfangszeit haben viele noch keine Möglichkeit einen Job zu finden, da sie zuerst Deutsch lernen müssen. In dieser Zeit erhalten anerkannte Flüchtlinge die bedarfsorientierte Mindestsicherung.

Nachdem Asylberechtigte aus der Grundversorgung fallen (4 Monate nach positivem Asylbescheid), müssen sie die Mindestsicherung beantragen. Dies dauert bis zu 8 Wochen, in denen sie teilweise völlig mittellos sind. Die Mindestsicherung für Asylberechtigte ist in Vorarlberg an eine Integrationsvereinbarung geknüpft”
( http://asylwohnung.at/hrf_faq/wie-viel-geld bekommt-ein-fluechtling/ )

Die meisten Artikel über Rassismus gegen Flüchtlinge sind objektiv geschrieben. Nur in Wenigen sind subjektive Beispiele zu finden.

Quellenverzeichnis
http://www.heute.at/digital/multimedia/Hass-im-Netz-gegen-Fluechtlinge-auf-Rekord-Hoch;art73472,1269156
http://derstandard.at/2000033360741/Rassismus-Bericht-Immer-mehr-Hetze-gegen-Fluechtlinge-im-Netz
http://derstandard.at/2000033319669/Zara-ReportRassismus-im-Internet-nimmt-deutlich-zu
http://www.news.at/a/fluechtlinge-kriminalitaet-oesterreich
http://asylwohnung.at/hrf_faq/wie-viel-geld-bekommt-ein-fluechtling/

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