„Die sind doch alle krank und jetzt wollen ́s auch noch heiraten!“

Vera Schnallinger   Dezember 2016
bildschirmfoto-2017-01-19-um-12-43-23Anm. „Die sind doch alle krank und jetzt wollen ́s auch noch heiraten!“ seit dem die WHO 1992 Homosexualität als Krankheit aus dem ICD gestrichen hat, gilt Homosexualität nicht mehr als Krankheit und/oder Psychische Störung. (Screenshot 1.12.16 Vera Schnallinger)

Kommentar zur eingetragenen Partnerschaft

Jänner 2010 in Österreich. Ein Freudentag für viele, lang ersehnt. Die eingetragene Partnerschaft für homosexuelle Paare wird eingeführt. Auf den ersten Blick wirkt diese Rechtsform toll, fortschrittlich, angemessen und modern. Doch schaut man genauer hin findet man viele Fehler. 40 um genau zu sein. 40 nachgewiesene Unterschiede zur herkömmlichen Ehe können vom Rechtskomitee Lambada nachgewiesen werden. Wie fortschrittlich und modern kann diese Form, der vor dem Gesetz anerkannten Lebensform dann schon sein. Unter folgendem Link sind sämtliche Unterschiede aufgelistet. Erst seit Anfang November 2016, also fast 7 Jahre nach der Einführung der EP, ist es gleichgeschlechtlichen Paaren erlaubt sich auf dem Standesamt zu verpartnern. Zuvor war dies nur in den Bezirksmeldestellen, was doch eine eher triste Örtlichkeit für einen doch recht romantischen Anlass ist, möglich. Auch eine Anpassung seit November 2016: Es darf ein gemeinsamer Familienname angenommen werden. Mittlerweile dürfen auch die Kinder des Partners adoptiert werden, die sogenannte Stiefkindadoption. Es wird nach wie vor an der eingetragenen Partnerschaft mit neuen Gesetzesentwürfen, gefeilt. Nichts desto trotz bleibt die Forderung vieler aufrecht. „Ehe Gleich“.

(vgl. http://www.rklambda.at)

 

Achtundsechzig Länder zu viel

Erst 1971 wurde in Österreich das totalverbot für homosexuelle Handlungen im Gesetz aufgehoben. Geht es um Gleichstellung und Schutz homosexueller Menschen führt die Ukraine, gefolgt von Russland und der Türkei die negativ Statistik an. Vielerorts wird sogar mit Gesetzesbeschlüssen versucht, Homosexualität aus der Öffentlichkeit zu verbannen.

Als „Schandfleck der Familie“ werden Homosexuelle Menschen in Teilen Afrikas beschimpft und auch gesetzlich verfolgt und mit bis zu Lebenslanger Haft mit teils schwerer Zwangsarbeit bestraft. In den meisten Fällen wird die Anklage sogar von der eigenen Familie erhoben um nicht als Mitwisser ebenfalls vor dem Staatsgericht zu landen, welches Mitwissen über Homosexuelles Verhalten mit bis zu 5 Jahren Haft bestraft. Viel schlimmer und meist der treibende Grund für den „verrat“ der eigenen Familie ist die Ehre und dass aufrichtig sein vor Allah und dem Glauben. In der konservativen Auslegung des Koran gilt Homosexualität als „schändliche Tat“.

Insgesamt steht Homosexualität in 68(!) Ländern der Welt immer noch unter Strafe: in 29 afrikanischen Staaten, 22 in Asien und jeweils acht in Nord- und Mittelamerika sowie
Ozeanien, eines in Südamerika. In sieben Staaten droht lebenslängliche Haft (Sierra Leone,
Bangladesch, Myanmar, Singapur, Barbados, Guyana, Pakistan). In immer noch 7 Ländern
droht sogar die Todesstrafe. Somalia, Jemen, Saudi-Arabien, im Iran, Mauretanien und im
Sudan. (vlg. http://www.Ilga.org)
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